Zusammen wachsen lassen

 

Die Kartoffelaktion

 
Mit der Kartoffelaktion möchten wir dazu beitragen, die Schöpfung in ihrer Vielfalt und Schönheit zu bewahren. Wir möchten Sie dafür begeistern, alte und seltene sowie neue, vielfältige Kartoffelsorten anzubauen und gemeinsam zu gärtnern. 
 
Von März bis Oktober begleiten wir die Teilnehmenden einmal im Monat per E-Mail mit Tipps und Tricks zum Kartoffelanbau, Extra-Materialien für Kinder sowie Schöpfungsimpulsen.
 
Hier können Sie sich hier auf der Website noch für den Newsletter der Kartoffelaktion 2026 anmelden!  Die Verlosung der Kartoffelsets ist seit dem 18. Februar 2026 geschlossen. Die Kartoffelsets wurden zwischen dem 18. und 23. März versendet und sollten nun bei Ihnen eingetroffen sein.
 
Aktuell freuen wir uns sehr, wenn Sie uns Fotos von "Ihrer" Kartoffelaktion über unseren Upload senden, zum Beispiel von Ihrer Pflanzaktion, von den ersten Trieben und den kleinen Pflänzchen. Später dann von den Kartoffelpflanzen und ihren Blüten und im Herbst von der Ernte.
 
Neben Einzelpersonen und Familien richtet es sich unser Mitmachprojekt besonders an Kindergärten, Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen. Auch Kirchengemeinden oder Seelsorgeeinheiten können teilnehmen und einen gemeinsam bewirtschafteten Gemüseacker anlegen.
 
Ziele sind es, Menschen für Arten- und Sortenvielfalt zu sensibilisieren und sie für konkretes Handeln für die Schöpfung zu gewinnen. Auch geht es um Gemeinschaft und die Verbindung mit anderen sowie um Klimaschutz. Denn die Kartoffel ist ein echter Klima-Champion, ihre C02-Bilanz ist viel besser als die von Reis oder Getreide. 
 
Für Gemeinden gibt es einen Leitfaden aus der Ursprungsgemeinde der Kartoffelaktion in Mannheim:
 
 
Zwei Bildstrecken mit (Ernte-)Fotos unserer Kartoffelaktion 2025 sehen Sie unten. Wenn Sie auf die Fotos klicken, erscheinen sie im Großformat mit Bildunterschrift.
 
Fotos und Erntefotos Kartoffelaktion 2025:
 
Die Kartoffeln wurden im Sauerland im Freiland angebaut und Ende August geerntet. 
Im Spätsommer in Beutelsbach (Baden Württemberg).
Die rot-gelbe Ernte ist teilweise im Hochbeet, teilweise im Kartoffelsack gewachsen.
Diese herzigen Kartoffeln wurden in einem ehemaligen Klostergarten in Thulba (Oberfranken) geerntet.
Heiderot nach der Ernte in Nordborchen (NRW).
Die Sorten Violetta und Sirtema, angebaut im Hochbeet, haben sich in der Kita St. Morus in Neuss (Erzbistum Köln) am Besten entwickelt....
...und schmecken in der Gemüsesuppe.
Die Kartoffeln wurden in einem neu angelegten Beet im Schulgarten der Grundschule Eschen in Plettenberg/ Sauerland angebaut.
In Ellwangen (Ostalb) ist das Klima etwas kühler und der Gartenboden spart mit Nährstoffen. Trotzdem sind einige Kartoffeln gewachsen - dies ist der Stock mit der "besten" Ernte.
Angebaut in einer Zinkwanne und in Kübeln.
Die am 16.04. gepflanzten La Ratte wurde am 17.07. geerntet. Gegossen hat die Einsenderin sie nur am Anfang der Aktion ein wenig. Es kamen 575 g aus dem Stock (guter Garten- und Lehmboden). 
La Ratte: "Mild, leicht nussig im Geschmack, festkochend. Mit Kohlrabi- Broccoligemüse und Salat ein hervorragendes Mittagessen für zwei."
In Beutelsbach: Buntes Kartoffelallerlei, frisch geerntet und reiche „Beute“
Später Wachstumsschub der Kartoffelpflanze Anfang Oktober!
 
Hier war der Ertrag sensationell hoch: Die fünf Saatkartoffeln ergaben insgesamt über 9 Kilo Kartoffeln! Auf diesem Foto sind Heiderot, La Ratte und Violetta zu sehen...
die Sorten Linda und Sirtema wogen alleine fast vier Kilogramm!
Eine Marienkäferlarve in Nahaufnahme.
Der aus der Larve später entstehende Marienkäfer ist ein Kartoffelnützling, weil er liebend gerne Blattläuse futtert. Eine Larve verspeist laut NABU in den drei Wochen bis zu ihrer Verpuppung zwischen vierhundert und sechshundert Blattläuse.
Violetta vor der Ernte in einem Schrebergarten in Dortmund...
...und hier sieht man die geernteten Knollen von Violetta.
Die Ernte aus einem Stock aus Eilwangen.
Wegen eines Hagelschadens fiel die Ernte dieses Jahr hier nur so groß aus, dass es für eine Mahlzeit reichte.
Die bunten Knollen sind für die Verarbeitung in der Küche bereit und wurden in Bielefeld angebaut.
Ernte im Hochbeet der kath. Kita St. Marien in Salzkotten.
Angebaut in einer Montessori-Schule in Wertingen.
 
 
Die Kartoffelaktion 2026 ist eine Gemeinschaftsaktion des Erzbistums Freiburg, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Landeskirche von Baden, des Bistums Augsburg sowie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
 
 

Entwicklung der Kartoffelaktion

 
Die Aktion fußt auf einer Idee der Pfarrei Guter Hirte in Mannheim, die 2018 den 5. Platz beim Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg gewann. Die Kartoffelaktion 2019 wurde von der Erzdiözese Freiburg durchgeführt und stieß auf große Begeisterung: 150 Kartoffelgärtnerinnen und -gärtner nahmen teil.
 
Die Kartoffelaktion 2020 erreichte dann schon deutlich mehr Menschen und wurde als Gemeinschaftsaktion von den drei (Erz-)Diözesen Freiburg, Köln und Rottenburg-Stuttgart durchgeführt. Ein interessanter Schwerpunkt war die Rubrik "Neues aus den Anden". Wir haben viele dankbare und freudige Rückmeldungen bekommen. Daher vergrößerte sich die Kartoffelaktion 2021 weiter, sie wurde zu einem ökumenischen Projekt. Da es bei der Kartoffelaktion 2021 deutlich mehr Interessierte als Kartoffelsets gab, haben wir die Kartoffelsets seit 2022 verlost. 
 
In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Teilnehmenden immer weiter gestiegen: In den letzten beiden Jahren haben etwa 4000 Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Gemeinden an der Kartoffelaktion teilgenommen. Wenn man die einzelnen Menschen in den Gruppen einrechnet, waren es sogar noch viel mehr Menschen.
 
Viele davon haben ein Kartoffelset gewonnen, immer mehr nehmen mittlerweile auch mit "eigenen Kartoffeln" teil. Informationen über die vergangenen Kartoffelaktionen finden Sie unter "Die letzten Jahre...".
 
Die Kartoffeln in den Kartoffelsets der letzten Jahre und von 2026 sind eine Mischung aus alten und neuen Sorten. Es hat sich gezeigt, dass ein Teil der alten Sorten nicht gegen Krautfäule und andere Viren resistent ist. Außerdem ist es bei vielen alten Sorten nicht leicht, sie in größerer Menge zu erwerben. Daher haben wir neben alten auch neuere Sorten mit besonderen und vielfältigen Eigenschaften im Set. 
 
Neben der Vielfalt der Kartoffel geht es immer auch um die Vielfalt anderer Nutzpflanzen, die immer mehr zurückgeht. Daher wird in den Kartoffelbriefen auch immer wieder auf Vereine und Initiativen verwiesen, die sich für Nutzpflanzenvielfalt einsetzen.